Sisi im Sisi-Schloss

Sisi ist bekannt für ihre unablässigen Reisen, die sie einen Großteil ihrer 45 Jahre als österreichische Kaiserin von Wien fern hielten. Ihre Aufenthalte in Reichenau sind dokumentiert durch die  Aufzeichnungen im Haus-, Hof- und Staatsarchiv und in den lokalen Pfarrgedenkbüchern und begannen ab dem 23.Juli 1859, als sie ihre Kinder in die Reichenauer Sommerfrische begleitete.

Es folgten tageweise und wochenweise Séjours, alleine, in Begleitung des Kaisers, der Kinder oder auch ihrer Schwester Nene. Das Schloss in Reichenau war für Sisi auch ein Zufluchtsort, den sie aufsuchte, wenn der Zwang am Wiener Hof zu groß und die Zwistigkeiten in der Familie zu unerträglich wurden, sodass sie des öfteren spät abends eintraf und am nächsten Tag wieder abreiste. 1862 blieb sie – unterbrochen von einer kurzen Kur – mehrere Monate und verbrachte die Tage wie auch in den Folgejahren mit Empfängen, Ausfahrten, Promenaden, Ausritten und am liebsten mit Forellenfischen, während sie 1865 gemeinsam mit ihrer Familie den eigenen Geburtstag mit einer Vokalmesse zu ihren Ehren in der St.Barbarakirche am 23. Dezember vorfeierte.